Der Klopapierrechner für die Corona-Quarantäne oder: Warum Hamsterkäufe bei Toilettenpapier unsinnig sind

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Klopapier-Rechner Online gegen – Damit Klopapier nicht ausverkauft ist und Hamsterkäufe während des Corona-Ausbruchs aufhören

Klopapierrechner ermittelt euren Rollenverbrauch während der Corona-Pandemie

Während das Coronavirus Länder und Menschen weltweit auf Trab hält, haben die Deutschen ein viel größeres Problem: Das Klopapier ist überall ausverkauft. Warum dieses Hamsterverhalten ausgerechnet diesen Hygieneartikel trifft, bleibt jedoch weiterhin rätselhaft. Weder können wir dieses essen, noch ist es sonderlich stabil, um daraus etwas Sinnvolles zu basteln.

Und mal im Ernst: Wenn die Welt untergeht, ist Toilettenpapier echt das Letzte, an das wir denken sollten. Oder hat schon mal jemand von euch Menschen in einer Zombieserie wie The Walking Dead Klopapier nutzen sehen? Nein? Wir auch nicht!

Der Klopapierrechner versucht nun ein wenig Rationalität in die Thematik zu bringen. Die englischsprachige Internetseite howmuchtoiletpaper.com bietet verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, um unseren Verbrauch an Klopapier während der Quarantänezeit zu berechnen. Konfiguriert werden können neben den noch vorhandenen Rollen im Haushalt und der Anzahl unserer täglichen Toilettengänge auch wie wir das Papier nutzen (Papiermenge, Abwischbewegungen, Blätter je Rolle, Tage in Quarantäne). So lässt sich ganz einfach und anschaulich die Menge an Klopapier berechnen, die wir während der nächsten Zeit verbrauchen werden.

Es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe – weder bei Toilettenpapier noch bei Nudeln oder Mehl

Wer den Klopapier-Rechner (gibt es inzwischen auch auf Deutsch) benutzt, wird schnell feststellen: Wir verbrauchen gar nicht so viel vom gefragten Papier auf Rollen. Zwar sind die Regale in den Supermärkten in den letzten Wochen immer häufiger leer gefegt und Klopapier ist ausverkauft. Dies hat jedoch einen ganz simplen anderen Grund.

Wenn Menschen anfangen Sachen in Mengen zu kaufen, die den normalen Einkauf übersteigen, sind die Regale schneller leer. Dies führt dazu, dass andere diese leeren Regale sehen und dann ihrerseits Panik bekommen. Sie kopieren das unsinnige Verhalten und verstärken den Effekt, obwohl es eigentlich keinen Lieferengpass gibt. Die Logistik der Supermärkte und Drogerien geht schlicht und einfach von handelsüblichen Mengen aus und beliefert dementsprechend auch.

Eine komplexe Lieferkette in kurzer Zeit komplett umzustellen und zu erweitern, dürfte fast unmöglich sein. In der Folge werden die Märkte also weiterhin normal beliefert, das Verhalten der Käuferinnen und Käufer sorgt jedoch für den gefühlten Engpass bei einigen Waren. Also hört bitte auf mit den Hamsterkäufen. Es gibt für alle genug Klopapier, Nudeln und Mehl und dies wird auch so bleiben.

Wie viel Klopapier tatsächlich in den Lagern steht, zeigt auch das eingebettete Video. In diesem hat sich ein Gabelstapelfahrer in einem Klopapier-Lager den Spaß gemacht, einmal seine Kollegen zu fragen, ob es Lieferprobleme gibt und nebenbei die Tonnen von Klopapier gefilmt. (Das beste an dem Video ist allerdings die Lache des Fahrers. ;-))

Auch der Klopapier-Hersteller Essity gibt Entwarnung per Twitter. Wir können also alle beruhigt unser stilles Örtchen besuchen, ohne Panik zu bekommen.

Hamsterkäufe in anderen Länder, die von Corona betroffen sind

Auch in anderen europäischen Ländern können Hamsterkäufe beobachtet werden. Was gehamstert wird, ist jedoch von Land zu Land stark unterschiedlich. In den Niederlanden wurden nach Bekanntgabe der Schließungen beispielsweise Vorräte an Cannabis bzw. Marihuana angelegt, in Italien hingegen waren es Äpfel und Zwieback, die gehamstert wurden. In Frankreich, dem Land der Liebe, sind Rotwein und Kondome aktuell sehr gefragt. Auch die Amerikaner bleiben sich selbst treu. Sie kaufen vermehrt Waffen ein, vermutlich aus Angst, jemand möchte ihnen das Toilettenpapier klauen…

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